Auf nach Mirissa 02.06.2026
Wir stehen zeitiger auf, packen alle Sachen zusammen und Paul fährt mit unserem Gepäck im Tuktuk zum Bahnhof. Lisa läuft die Strecke, denn zusammen passen wir mit dem Gepäck nicht ins Tuktuk. Mit Verspätung starten wir 10:15 Uhr mit dem Bummelzug nach Mirissa. Dieses Mal ist der Zug in der 2. Klasse fast leer und wir können gemütlich sitzen.

Etwa 1 Stunde später kommen wir an und fahren mit dem Taxi vom etwas abseits gelegenen Bahnhof zu unserer Unterkunft am Meer.

Direkt gegenüber gibt es dann ein leckeres Mittag mit Blick auf Meer, bevor wir einen kleinen Bummel durch die Stadt machen.

Wir retten uns von einem klimatisierten Souvenirshop in den nächsten, denn draußen ist es schon wieder unglaublich heiß. In der Nebensaison ist hier kaum was los und viele Läden und Restaurants haben zu. Den Nachmittag verbringen wir dann am Strand mit Lesen und chillen.



Nächster Halt: Yala Nationalpark 03.06.2026
Nach einem kleinen Frühstück gehen wir zur Bushaltestelle. Wir wollen heute etwa 100km weiter nach Tissamaharama zum Yala Nationalpark. Der erste Bus bringt uns in etwa 20min nach Matara. Mit unserem großen Gepäck ist es aufregend in den Bus zu steigen, denn der Einstieg ist eng und auch im Bus ist wenig Platz um sich zu sortieren. Zudem stoppt der Bus nur kurz und dann muss man bei voller Fahrt versuchen, mit sich und dem Gepäck klarzukommen. Der Busfahrer kennt keine Gnade und rast durch die Ortschaften, überholt trotz Gegenverkehr und hat eigentlich permanent die Hand an der Hupe.

In Matara steigen wir um und fahren dann die nächsten 3 Stunden und 166 Haltestellen bis nach Tissamaharama. Dort laufen wir von der Bushaltestelle zu unserer Unterkunft und werden dort herzlich in Empfang genommen. Wir sind noch gar nicht richtig angekommen und bekommen direkt einen Schwarztee gesüßt mit Kokoshonig serviert. Dann zeigt uns die super liebe Gastgeberin ihren Garten und das dahinter liegende Reisfeld. Sie erzählt uns welche Tiere man im Garten und auch im Reisfeld sehen und hören kann.


Wir gehen im etwa 1km entfernt liegenden Stadtzentrum etwas Essen und setzen uns dann in den Garten zum Lesen. Zum einsetzenden Sonnenuntergang wechseln wir nochmal den Platz mit besserem Blick und die Gastgerberin stellt Räucherstäbchen gegen Mücken neben uns auf.


Zum Abendessen bleiben wir in der Unterkunft und bekommen leckeres Kottu serviert. Nachdem wir uns noch die Glühwürmchen und die ausschwärmenden Fledermäuse angeschaut haben hüpfen wir schnell ins Bett, denn morgen geht’s früh raus auf Safari.
Yala Nationalpark 04.06.2026
Der Wecker klingelt 4:30 Uhr. Das ist verdammt früh, aber es soll sich lohnen, denn heute geht’s auf Safari in den Yala- Nationalpark.
Um 5 Uhr werden wir mit dem Jeep abgeholt und noch vor 6 Uhr kommen wir im Nationalpark an, zwischendurch steigt noch ein Australier mit in den Jeep, sodass wir zu dritt viel Platz haben, wo sonst sechs Leute hinpassen.



Zum Glück sind wir hier gerade in der Nebensaison, in der Hauptsaison fahren hier täglich über 500 Jeeps in den Nationalpark. So sind es höchstens 100, die am Eingang Schlange stehen. Das Highlight dieses Parks sind Leoparden und auf der Suche nach Ihnen heizen die Fahrer wie Irre über die Wege. Dabei wird rücksichtslos überholt und im Zweifel auch kaum gebremst, wenn einige der vielen großen Löcher und Kuhlen auftauchen. Die ersten 1,5 Stunden der Safari verbringen wir hauptsächlich mit der Suche nach Leoparden, die in den Morgenstunden noch draußen rumlaufen, bevor sie sich in der Hitze ins Gebüsch zurückziehen und dann praktisch unsichtbar sind.
Leoparden sehen wir in den ersten Stunden keine, aber dafür viele andere Tiere. Darunter einige Elefanten, Wasserbüffel, Rehe, Krokodile und viele Vögel.











Es wird immer wärmer und wir haben die Hoffnung schon fast begraben, eine der majestätischen Katzen zu Gesicht zu bekommen. Wir fahren weiter durch den Park und als wir an einem anderen stehenden Jeep vorbei fahren, winkt der Fahrer hektisch und deutet auf einen großen Baum vor uns. Da sehen wir ihn. Die große Katze liegt gechillt im Baum nur wenige Meter vor uns. Wir bleiben stehen und beobachten den Leoparden, der sich räkelt, kurz hinlegt und nach etwa 10 Minuten vom Baum springt und im Gebüsch verschwindet. Was ein Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.




Wir fahren noch etwas weiter und beobachten die vielen anderen Tiere, bevor wir eine lange Mittagspause einlegen. 2 Stunden Pause, in denen der Nationalpark schließt, um den Tieren die Möglichkeit zu geben entspannt über die Wege zu gehen (besonders in der Hauptsaison, in der sich ein Jeep an den anderen reiht).







Nach der Mittagspause geht’s weiter und wir stehen gerade an einem großen See und beobachten spielende Affen und kleine Vögel, als unser Fahrer wendet und das Gaspedal durchdrückt. Während wir über die Wege und durch tiefe Schlaglöcher düsen, telefoniert der Fahrer. Das kann nur eins bedeuten: Jemand hat einen Leoparden gesichtet und wir sind auf dem Weg zu diesem Ort.




Und tatsächlich kommen wir nach wenigen Minuten erneut neben einem Baum zum stehen, in dem sich ein weiterer Leopard versteckt.



So sieht der Andrang aus, wenn ein Leopard gesichtet wird.

Danach sehen wir noch einige weitere Elefanten, darunter eine größere Gruppe mit einem Babyelefanten.



Gegen 17:30 Uhr verlassen wir den Nationalpark und fahren noch etwa 30min wieder zurück zu unserer Unterkunft. Wir freuen uns auf eine Dusche, denn wir sind sehr staubig geworden.
Die Safari hat großen Spaß gemacht, aber der Fahrer hätte durchaus mehr zeigen und erklären können, da wir in einem kurzen Gespräch mit der Gastgeberin mehr über den Park und die Tiere erfahren haben, als in über zehn Stunden auf Safari.
Safari Udawalawe Nationalpark und Fahrt nach Ella
Weil das frühe Aufstehen so viel Spaß gemacht hat, klingelt der Wecker wieder 4:30 Uhr. Heute geht es zur zweiten Safari in den Udawalawe Nationalpark. Dieser ist bekannt für viele Elefanten und deutlich weniger überlaufen als der von gestern.
Wir werden wieder um 5 Uhr vor unserer Unterkunft abgeholt, diesmal mit dem Taxi. Nach über einer Stunde steigen wir in einen Jeep um. Dabei haben wir Glück: eine private Safari, da wohl sonst niemand diese Tour gebucht hat.
Der Fahrer ist sehr aufmerksam und weist uns immer wieder auf Tiere hin, die wir selbst niemals entdeckt hätten. Dazu gibt er immer wieder auch kleine Infos, soweit es sein Englisch zulässt. Wir sehen tatsächlich viele Elefanten und auch wieder Wasserbüffel. Dazu Süßwasserkrokodile, etwas kleiner als die von gestern und komplett ungefährlich.






Bei den Elefanten dagegen ist gerade etwas Vorsicht geboten. In der Paarungszeit sind die Bullen nämlich recht aggressiv und rennen immer mal wieder kurz den Jeeps hinterher.





Im weiteren Verlauf der Sarafi sehen wir noch Reiher, ein Baby-Chamäleon, einen absurd grünen Frosch, einen Weißbauchseeadler (größter Greifvogel des Landes), einen Habichtsadler (ohne Bild), einen Rotlappenkiebitz, Mungos und eine schwarze Ente. Auch einige der Bienenfresser (kleine bunte Piepmätze) sind wieder unterwegs.










Nach der etwa dreistündigen Safari besuchen wir noch das Elephant Transit Home – ein Aufzucht- und Auswilderungsprogramm für kleine Elefanten. Dreimal am Tag – zur Fütterungszeit – werden die Tore geöffnet und man kann der wilden Horde, getrennt durch einen Wassergraben, beim Festmahl zuschauen.






Als das Spektakel vorbei ist, gehen wir noch den Elefantenlehrpfad. Hier erfahren wir einiges, denn dieser ist sehr ansprechend gestaltet. Beispielsweise wissen wir jetzt, dass in Afrika alle Elefanten Stoßzähne haben, in Asien nur die Männlichen und von denen auch nur ein Bruchteil. In Sri Lanka sind es insgesamt nur 2% der Elefanten, die sogenannten Tusker.
Im Anschluss werden wir mit dem Taxi nach Ella zur neuen Unterkunft gefahren. Hier müssen wir feststellen, dass es 20 Minuten zu Fuß in den Ort sind und die Taxi/Tuktuk-App „Pick Me“ hier nicht funktioniert. Das bedeutet auch, dass Tuktuks nun deutlich teurer sind als sonst. Deswegen wird hier wieder mehr gelaufen. Da es hier in den Bergen auch nicht die ganze Zeit so extrem heiß ist, ist das kein Problem.
Wir suchen uns nach der Ankunft also schnell etwas zum Mittag, da wir kein Frühstück hatten und schlendern danach durch die verschiedenen Lädchen. Beim Geld abheben wird es nochmal kurz seltsam, da uns ein Automat kein Geld gibt, ohne dass eine Fehlermeldung kommt. Bei einem Anderen funktioniert es dann aber problemlos, wie sonst auch.
Nach dem Abendessen laufen wir im Dunkeln wieder zurück in die Unterkunft und gehen schnell ins Bett, da wir nach den zwei kurzen Nächten echt müde sind.

One response
Hallo ihr zwei , ihr habt wieder so tolle Erlebnisse gehabt und uns mit den wunderschönen Fotos erfreut. Ganz lieben Dank dafür. Gleichzeitig kommen die vielen tollen Erinnerungen an die verschiedenen Nationalparks in Südafrika wieder hoch. Uns ging es damals wie euch. Die big five zu sehen und beobachten zu können war das Ziel, und wir haben es geschafft.
Weiterhin viel Spaß wünschen euch Omi und Opa