Tag 79-83 Wildlife und Weinberge

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Regentag und Campertausch 27.03.2026

Der Tag beginnt bei strömendem Regen auf dem Campingplatz. Wir leeren unseren Müll und die Toilette sowie das Schmutzwasser. Dann brechen wir während dem gefühlt 5. Wolkenbruch des Tages auf. Paul hat ganz schön zu tun, damit uns der Sturm nicht von der Straße weht, während wir die Halbinsel zurück aufs Festland fahren.
Zurück in Christchurch, hier sind wir vor genau 5 Wochen gestartet, tauschen wir unseren Camper. Beim alten Camper funktionierte seit ein paar Wochen der Rückwärtsgang nur noch sehr schwer und es gab Situationen, in denen wir mitten auf der Straße standen und Paul über 1 Minute mit dem Gang gekämpft hat. Wer schon mal sein Auto auf einer stark befahrenen Straße abgewürgt hat, der kann sich vorstellen wie lange 1 Minute ist und wir beschissen es ist, wenn der Gang mehrfach den Dienst verweigert. In den letzten Tagen kam dann auch wieder das Problem mit der Seitentür dazu. Wir konnten mittlerweile nur noch von hinten in den Camper einsteigen. Nach dem Tausch (wir haben wieder das gleiche Modell) sind wir noch einkaufen gefahren. Dann ging es wieder auf die Straße nach Norden. Das schlechte Wetter hatte sich mittlerweile verzogen und die Sonne blitzte zwischen den Wolken hervor. Am frühen Abend waren wir beide kaputt vom Fahren und haben in der Nähe der großen Straße auf einem Parkplatz im grünen einen Stellplatz für die Nacht gefunden. Während wir unseren Camper eingerichtet haben, hatten wir unerwartet Besuch von einem Fächerschwanzvogel, der mitten in unseren Camper geflogen war.

Walsichtung Kaikoura 28.03.2026

Heute fahren wir nach Kaikoura. Bereits die Küstenstraße direkt am Meer entlang macht Spaß und wir genießen die Sonne und die Aussicht. In Kaikoura angekommen haben wir genügend Zeit um uns das kleine Städtchen anzuschauen und Mittag zu essen, bevor wir 14:00 Uhr zur Walbeobachtungstour gehen. Mit Bussen werden wir zum Hafen gefahren und dann geht’s auf einen Katamaran. In den nächsten 2 Stunden fahren wir in das Seegebiet vor Kaikoura. Innerhalb von wenigen Metern hinter der Küstenlinie erstreckt sich ein großer Tiefseegraben, der einige Meerestiere beheimatet. Darunter auch die 2 Pottwale und den Orca, den wir vom Boot aus sehen können.

Von der Crew lernen wir noch einiges über Wale, bevor wir wieder an Land gehen. Wir sind beide absolut beeindruckt und unglaublich glücklich, diese riesigen Meeretiere live gesehen zu haben. Auf dem Weg zurück zum Auto essen wir noch ein Eis und fahren dann zu einem Stellplatz. Heute müssen wir mehrere Plätze abklappern, bevor wir dann letztlich weiter ins Inland fahren und an einer Ausbuchtung an der Straße übernachten.

Delfine und Weinberge 29.03.2026

Den Morgen starten wir mit einem Frühstück am Meer. Vom Strand aus soll man die Chance haben Schwarzdelfine zu sehen. Tatsächlich sehen wir in großen Entfernung einige Delfine im Wasser. Am Stand sehen wir noch einige Kormorane und einen Angler.

Das Wetter ist heute wieder grau und neblig, sodass der nächste Abschnitt der Küstenstraße langweilig wird. Trotz der Tatsache, dass wir nur wenige Meter neben dem Meer entlang fahren, kann man vor lauter Nebel das Meer kaum sehen. Erst als wir ins Inland abbiegen verbessert sich das Wetter und die Sicht schlagartig. Die Sonne scheint wir haben eine gute Sicht über die vielen Weinberge, durch die wir nun fahren. Wir sind in Neuseelands bekanntester Weinregion- Marlborough- angekommen.

Unsere Nacht verbringen wir ca. 20min Fahrzeit vorm See Rotoiti am Fluss Wairau mitten im Nirgendwo.

Wanderung um den Rotoiti See 30.03.2026

Wir frühstücken und fahren nach St. Arnauld an den Rotoiti See. Von dort aus starten wir unsere Wanderung um den See herum. An der linken Seeseite laufen wir im Wald direkt an der Seekante entlang. Begleitet werden wir von einer Vogelgezwitscher- Sinfonie. Der Weg ist schmal und voller nasser Wurzeln und Steine. Immer wieder kreuzen wir kleine Bachläufe. An der Lakehead Hütte machen wir Mittagspause. Aufgrund der vielen Sandfliegen (kleine nervige Stechviecher) essen wir im Inneren der Hütte, die man auch als Übernachtungsmöglichkeit nutzen könnte.

Neuseelands Wanderhütten sind alle unbewirtschaftet. Hier muss man alles mitbringen, was man gebrauchen könnte, inklusive Wasser.
Nachdem wir uns gestärkt haben, entscheiden wir uns für die „Rivercross“ Variante des Rundweges. Die andere Option über eine Hängebrücke würde 10km weiter sein. Wir sind aber bereits 10km gegangen und die Hälfte ist noch nicht erreicht. Wir haben die Rückseite und den Zufluss des Sees erreicht. Wir stehen kurze Zeit später direkt vorm Travers Fluss und ziehen die Schuhe aus. Der Fluss ist eiskalt und letztlich auch recht tief. Wir gehen vorsichtig durch die teilweise starke Strömung und kämpfen uns Schritt für Schritt durch das Eiswasser auf die andere Seite.

Drüben angekommen, müssen wir uns schnell abtrocknen und weitergehen, bevor uns die Sandfliegen auffressen. Als Nächstes erreichen wir die Coldwater Hütte, die wir nur passieren ohne Pause zu machen. Der Weg auf der anderen Seeseite ist noch enger und teilweise dicht bewachsen.

Auch hier müssen wir noch einige kleinere und größere Bäche überqueren.

Nachdem Lisa zweimal kurz hintereinander auf den nassen Steinen ausrutscht und das Erste Hilfe Set zum ersten Mal zum Einsatz kommt, wird der Weg zum Ende hin einfacher. Nach 22km erreichen wir die Straße. Allerdings müssen wir noch weitere 5km bis zu unserem Camper, der in einer Bucht parkt gehen.

Zum Glück sind es von der Bucht nur noch wenige Meter bis zu unserem Campingplatz für die Nacht, wo wir uns nach 27,4km eine heiße Dusche gönnen.

Wäschetag in Nelson 31.03.2026

Nach der anstrengenden Wanderung gestern schlafen wir lange und Lisa quält sich mit schmerzendem Körper aus dem Bett. Wir frühstücken und machen uns auf den Weg nach Norden. Wir erreichen Nelson am frühen Vormittag und kümmern uns zuerst um einen Berg Schmutzwäsche. Dann gehen wir noch einkaufen und planen die nächsten Tage an der Nordküste. Wir haben laut Wetterbericht noch 3 schöne Tage, bevor es den Rest der Zeit bis zu unsere Fährfahrt regnen soll. Für morgen buchen wir uns ein Kayak, um den Abel Tasman Nationalpark auf dem Wasser erkunden zu können. Dann fahren wir noch bis Motueka auf einen Stellplatz mitten in der Stadt.

2 Responses

  1. Kann man nur neidisch werden. Heute kam eure Karte. Lieben Dank dafür. Wünschen euch weiterhin viele schöne und sonnenreiche Tage. Bis dahin Oma und Opa.

    • Na also für mich klingt das alles nach Quälerei . Ist aber eben Abenteuer pur. Ihr seid noch sooo jung, die Wunden werden wieder heilen.
      Liebe Grüße von Omi und Opa

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