Abel Tasman Nationalpark vom Wasser aus 01.04.2026
Der Wecker klingelt 6:00 Uhr morgens- wir haben keine Ahnung wie Lisa es je geschafft habe um diese Uhrzeit wach auf Arbeit zu sein. Wir frühstücken und verlassen pünktlich den Parkplatz. Wir fahren in den Abel Tasman Nationalpark und leihen uns ein Kayak aus, um vom Meer aus verschiedene Buchten zu besuchen. 8:30 Uhr sind wir am Kayakverleih und bekommen eine ausführliche Sicherheitseinweisung. Wir wissen nun, was wir tun müssen, falls das Kayak flippt (also sich umdreht). Wir hoffen das Wissen nicht anwenden zu müssen und ziehen die Schwimmweste und den Spritzschutz an. Dann werden wir zum Meer gebracht und wir steigen ins Kayak. Von Mãrahau aus paddeln wir zuerst zur Adele Insel. Diese ist ein Naturschutzreservat und man kann Robben auf den Steinen liegen sehen. Ca. 1 Stunde brauchen wir mit Gegenwind und Gegenströmung zur Insel. Auf dem Meer sind die Wellen teilweise ganz schön hoch und so lässt auch die Übelkeit nicht lange auf sich warten.


Erst entledigt sich Lisa des Frühstücks, aber die Übelkeit lässt nicht nach. Während Lisa über den Bootsrand gebeugt ist, versucht Paul Richtung Küste zu paddeln. Nachdem Lisa sich mehrfach übergeben hat, geht es ihr etwas besser. Paul paddeln fleißig weiter, während Lisa damit beschäftigt ist Tief durchzuatmen und sich auf den Horizont zu konzentrieren. Die Übelkeit wird an diesem Tag ein ständiger Begleiter sein, der nur an Land nachlässt.
Unseren 1. Landgang unternehmen wir in der Watering Cove. Dort machen wir eine Mittagspause. Während wir essen, erkundet ein neugieriger Weka (ein flugunfähiger Vogel, der ein bisschen wie ein Huhn aussieht) unser Boot.




Laut Kayakverleiher sollen aus Zeitgründen nicht nördlicher Paddeln, denn 16:00 Uhr müssen wir wieder zurück sein. Wir halten uns daran und paddeln nach dem Mittag wieder Richtung Mãrahau. Unterwegs machen wir nochmal einen Landgang an der Appletree Bay. Dort chillen wir eine Weile in der Sonne, bevor es weiter geht. Beim wieder losfahren erwischt uns eine Welle seitlich und wir werden trotz Spritzschutz ziemlich nass.


15:30 Uhr legen wir am Strand in Mãrahau an. Der Anlegeort ist nun aufgrund der Ebbe ein ganzes Stück von der Straße entfernt und wir müssen noch ein gutes Stück durchs Watt gehen. Das Kayak haben wir vorher auf den Anhänger geladen, der uns vom Strand abgeholt hat.
Wieder zurück am Camper fahren wir noch nach Takaka. Für die ca. 40km benötigen wir fast 1 Stunde. Unzählige Serpentinen den Berg hoch und wieder runter später finden wir kurz hinter Tata Beach einen Platz zum Übernachten an der Straße.
Wandern im Nationalpark 02.04.2026
Unser Wecker klingelt wieder früh und wir fahren zum Startpunkt unserer Wanderung im Norden des Abel Tasman Nationalparks. (Man kann nur zum Rand des Nationalparks fahren, in den Park führen keine Straßen- nur Wanderwege). Wir frühstücken und brechen dann auf. Paul hat uns für heute mal wieder eine große Wanderung rausgesucht.

Unseren 1. Stopp legen wir am Separation Point ein. Von hier aus können wir wieder einige Robben sehen.


Der Weg führt mit leichtem An- und Abstieg durch den „Urwald“ mir vielen Farn-Bäumen. An der Mutton Cove und der Anatakapau Bay vorbei wandern wir über Strände und Wege Richtung Totaranui.


Wir genießen die Aussichten und machen auf einer Bank eine schöne Mittagspause in der Sonne. Über den Gibbs Hill wandern wir wieder wieder zurück zum Startpunkt. Nach 26km und 1030 Höhenmetern erreichen wir den Camper. Nach 5min Fahrzeit erreichen wir heute einen kleinen Campingplatz mit warmer Dusche. Dieser ist sehr einfach, aber gemütlich, gehalten und läuft über eine Kasse des Vertrauens. Auf dem Platz im Wald sind wir über Nacht fast allein, nur zwei weitere Campervans haben den Weg hierher gefunden.

Wharariki Beach 03.04.2026
Nach einer kühlen Nacht brechen wir gegen 11:00 Uhr auf. Wir fahren weiter nach Nordwesten zum Wharariki Beach. Weltweit ist dieser Strand bekannt, denn ein Bild der Felsformation ist der Sperrbildschirm von Windows 10. Nach 20min Fußweg erreichen wir den riesigen Sandstrand. Das Wasser geht langsam zurück und am Abend können wir die Felsformation fast trockenen Fußes erreichen. Über große Dünen hinweg gehen wir barfuß zum Meer. Die Sonne scheint und wir spazieren am Strand entlang. Mehrere Stunden lang laufen wir durch den Sand, klettern über Felsen und bewundern die vielen Felsformationen.




Über Schafweiden gehen wir am späten Nachmittag wieder zurück zum Camper und essen ein paar Kekse, bevor wir nochmal zum Strand gehen.


Eigentlich wollte Lisa den Sonnenuntergang überm Meer sehen, aber leider verschwindet die Sonne hinter Wolken. In der Dämmerung steigen wir wieder in den Camper und fahren ca. 1,5 Stunden zu einem Stellplatz (in der Region sind freie Stellplätze rar).
Zurück nach Nelson 04.04.2026
Wir starten den Tag gemütlich und fahren zurück nach Motueka. Unterwegs kaufen wir an einem Hofladen Obst und Gemüse. Besonders freuen wir uns über die leckeren Äpfel, die in der Region angebaut werden. Nach einem kleinen Spaziergang in Motueka fahren wir nach Richmond und Nelson und erledigen einen Einkauf (am Tag vor Ostersonntag nicht unsere beste Idee, denn scheinbar denken auch Neuseeländer, dass die Lebensmittelversorgung an Feiertagen für immer endet). Dann waschen wir noch Wäsche und suchen uns etwas nördlich von Nelson einen Platz für die Nacht.
One response
Liebe Lisa, lieber Paul,
Wir wünschen euch aus der Ferne ein frohes Osterfest. Denkt daran, wer Ostern die Eier sucht……
Und liebe Lisa, wir haben kürzlich eine Reisereportage von Neuseeland gesehen. Die Überfahrt auf die Nordseite soll auch bissl mit Wellengang verbunden sein. Also sichere dir gleich einen Platz an der Reeling. Aber die Fische werdens dir danken😂Wir denken an euch, wenn wir gleich zu unseren traditionellen Osteressen aufbrechen.
LG Oma und Opa