Über Napier nach Taupo 15.04.2026
Heute geht es zuerst ein kurzes Stück bis nach Napier. Hier füllen wir noch ein paar Vorräte auf und bummeln dann durch das Städtchen. Es ist sehr nett und lädt ein, in die kleinen Läden zu gehen. Anschließend geht es los nach Taupo. Unterwegs machen wir eine Mittagspause an einem kleinen Rastplatz. Da wir dann erst gegen halb 5 in Taupo ankommen, fahren wir direkt zu einem Stellplatz in einer schönen Bucht am gleichnamigen See.




Taupos Umgebung – dampfende Hügel 16.04.2026
Etwa 15min Fahrzeit von unserem Nachtplatz entfernt besuchen wir am Vormittag „Craters of the Moon“ eine geothermale Zone. Eine Stunde dauert der Rundweg durch die dampfenden Hügel mit kleinen Aussichtspunkten und einigen Informationstafeln über Vulkanismus und Plattentektonik.




Danach fahren wir zu den Huka Falls. Einem kleinen Wasserfall. Dort ist es nicht ganz so spektakulär, aber sehr touristisch.

Den Rest des Tages verbringen wir im Zentrum Taupos, wo wir in der Touriinfo viel Zeit mit der Planung der nächsten Tage verbringen. Aufgrund schlechter Wetterprognose wurde unser Wandershuttle bereits vom Anbieter storniert und wir müssen nach einer Alternative suchen. Am späten Nachmittag fahren wir den See entlang nach Süden zu einem Stellplatz mitten im Wald.

Tongariro Nationalpark 17.04.2026
Unser Wecker klingelt früh und nach einer eiskalten Nacht frühstücken wir mit 3 Pullovern, Wärmflasche und Decke. Dann fahren wir in den Tongariro Nationalpark. Eigentlich wollten wir heute das Tongariro Alpine Crossing machen- ein 20km langer Wanderweg, der zu den beliebtesten Tageswanderungen weltweit gehört. Dafür hatten wir einen Shuttle gebucht, der uns zum Start der Wanderung bringt und wir wären zurück zum Camper gelaufen. Aufgrund schlechten Wetters wurde der Shuttle storniert und so fällt auch unsere Wanderung ins Wasser. Wir sind dennoch zum Startpunkt der Wanderung gefahren. Auf dem Parkplatz darf man allerdings nur maximal 4 Stunden parken, also wollen wir 2 Stunden hin laufen und dann wieder zurück. Bereits am Start fängt uns eine Rangerin ab und sagt uns bis wohin wir laufen können, um rechtzeitig wieder zurück zu sein. Wir starten kurz nach 9:00 Uhr in eine karge Vulkanlandschaft. Es ist kühl und neblig, aber vorerst trocken.




Nach etwa 1 Stunde erreichen wir den Wasserfall Soda Springs. Eigentlich sollen wir hier umkehren, aber da wir noch Zeit haben gehen wir weiter Richtung Gipfel. Mit jedem Meter den wir nach oben gehen (ab Soda Springs geht es dann steil den Berg hoch) wird es kälter und windiger. Nach etwa 1,5 Stunden stehen wir mitten im Nebel. Es ist stürmisch und eiskalt. Da wir den Gipfel in der verbleibenden Zeit nicht erreichen können und auch das Wetter zunehmend schlechter wird, drehen wir um.


Nach 11,5km sind wir wieder am Camper und es beginnt zu Regnen- Punktlandung. Wir fahren noch zum Whakapapa Village, denn dort wollen wir noch zu einem Wasserfall gehen. Wir essen erstmal Mittag im Camper. Währenddessen nimmt der Regen weiter zu und wir entscheiden weiter zu fahren und nicht im Regen zu wandern. Auf dem Weg zurück klart es dann zügig auf uns die Sonne kommt raus. Das Unwetter hängt also oben in den Bergen fest. Wir nutzen das unerwartet gute Wetter für einen kleinen Spaziergang zu einem anderen Wasserfall (auch ein Drehort aus Mittelerde – Gollums Pool).

Auf dem Weg zurück Richtung Taupo haben wir noch an einem Aussichtspunkt über den See Taupo angehalten.

Unser Stellplatz für heute Nacht ist direkt an einem Fluss abseits der Straße. Leider müssen wir feststellen, dass wir trotz vollem Wassertank kein fließendes Wasser haben. Irgendwas stimmt mit der Wasserpumpe nicht, aber wir haben auch kein Netz um den Service anzurufen. Also waschen wir uns im kalten Fluss und kochen dann Flusswasser ab zum kochen und aufwaschen. Zum Trinken haben wir zum Glück noch genug Wasser in unseren Flaschen.


Regentag im Thermalbad 18.04.2026
Wir starten mit einer Wasserreparatur in den Tag. Paul erinnert sich daran, das er in der Anleitung etwas über Fehlerbehebung bei Wasserproblemen gelesen hat und da wir nichts zu verlieren haben, probieren wir es aus. Es hat sich wahrscheinlich Luft im System gesammelt, denn nachdem Lisa am Wasserhahn gesaugt hat, kommt wieder Wasser. Nach dem Frühstück fahren wir nach Taupo und besuchen einen Honigladen. Man kann was über Honiggewinnung und Bienen lernen und viele Honigprodukte kaufen. Lisa trinkt einen Honigkaffee und dann fahren wir weiter. Während es draußen grau und regnerisch ist verbringen wir den Nachmittag in einem Thermalbad. Dort baden wir abwechselnd in 38,5 – 41 Grad Celsius warmen und kalten Thermalwasser. Es ist sehr gemütlich und wir kommen mit den Einheimischen ins Gespräch. Wir werden über unsere Reise und vor allem über Deutschland ausgefragt. Einige waren auch schon in Europa und haben Deutschland bereist. Nach 3 Stunden im Wasser steigen wir wieder in den Camper und fahren noch 15min zu einem Stellplatz.
Rotorua 19.04.2026
In der Nacht hat es wieder stark geregnet, aber wir sind trocken geblieben. Am Morgen ist es trocken und später scheint sogar die Sonne. Wir frühstücken lange und machen dann noch einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt. Wir können auf einen Damm und einen kleinen Bach schauen.

Regelmäßig werden hier die Schleusen geöffnet und der kleine Bach wird zu einem reißenden Strom. Wir haben Glück und sind genau zum richtigen Zeitpunkt an einem der Aussichtspunkte und können das Schauspiel live verfolgen.



Dann fahren wir nach Rotorua. Wir müssen mal wieder Wäsche waschen gehen und buchen bei der Gelegenheit des freien WLANs ein paar Altivitäten für die nächsten Tage. Dann erledigen wir noch einen Einkauf und begeben uns auf Stellplatzsuche. Heute schlafen wir unluxoriös direkt an der Straße.
Geysire und Maori 20.04.2026
Nach einem regnerischen Morgen zieht es am Vormittag auf und wir können im Sonnenschein bei einer Führung bei Te Puia teilnehmen. Von einem Maori werden wir auf das Heilige Land geführt und können dort die heißen Quellen, sprudelnden Matschpfützen und Geysire bestaunen. Hier sehen wir auch den höchsten Geysir der südlichen Hemisphäre (und den 4. höchsten der Welt) Pohutu. Bis zu 30m hoch kann hier das Wasser spritzen.





Außerdem können wir einen echten Kiwi sehen. 3 Stück leben dort in einer Aufzuchtstation und wir sehen den kleinsten- ein 1 jähriges Kiwiküken (Kiwis können bis zu 50 Jahre alt werden). Da Kiwis sehr empfindlich auf Licht reagieren, können wir keine Fotos machen.
Zum Schluss besuchen wir noch die Werkstatt, in der aus Jade und Holz Maori Statuen und Ketten gefertigt werden.

Danach geht es für uns ein paar Meter weiter nach Whakarewarewa in ein Maori Dorf, in dem tatsächlich Maoris leben. Dort bekommen wir eine Tanz- und Gesangsaufführung mit traditionellen Tänzen (wie auch dem Kampftanz Haka).


Den Rest des Tages schauen wir uns noch Rotorua an und fahren dann weiter. Etwa 1 Stunde später erreichen wir einen schönen Stellplatz direkt am See, den wir ganz für uns allein haben.
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