Tag 104- 109 Action und Wanderungen

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Blackwater Rafting in Waitomo 21.04.2026

Es ist die erste von vielen kalten Nächten und am Morgen sitzen wir mit Wärmflasche und Decke beim Frühstücken. Dann führt uns die Strecke nach Waitomo. Dort nehmen wir heute an einer Blackwater Rafting Tour teil. Pünktlich um 13:00 Uhr startet unsere Tour mit dem anstrengenden Teil. Wir bekommen Neoprensocken, eine Neoprenlatzhose, eine Neoprenjacke, Gummistiefel und einen Helm mit Lampe. Schon das Anziehen des Neopren ist so anstrengend, dass uns trotz der nassen Sachen ganz warm ist. Dann fahren wir mit unserer Gruppe aus 12 Personen und 2 Guides zu den Waitomo Caves. Über eine Stunde laufen wir durch die Höhle, springen kleine Wasserfälle runter, kriechen durch enge Höhlengänge und lassen uns auf Gummiringen den unterirdischen Fluss entlangtreiben. Ein absolutes Highlight sind die vielen Glühwürmchen an der Decke, für die diese Höhle bekannt ist. Nach insgesamt 3 Stunden endet unser Abenteuer nach einer heißen Dusche mit einer heißen Tomatensuppe. Kurz nach 16:00 Uhr brechen wir im Regen auf und fahren weiter Richtung New Plymouth. Wir kommen bis Piopio, als wir vor einem „Straße gesperrt“- Schild stehen. Wir müssen also einen ganz schönen Umweg fahren. Für die Nacht haben wir erstmal einen schönen Stellplatz mitten im Wald.

Über den „Forgotten World Highway“ nach New Plymouth 22.04.2026

Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Stratford. Wir fahren über den „Forgotten World Highway“ und stellen unterwegs fest, warum dieser so heißt. Wir fahren durch eine tiefe Schlucht auf einer Straße die an den meisten Stellen nur einspurig ist. Über 3 Stunden benötigen wir für die 150km durch bergig-hügelige Landschaft und tiefe Schluchten. Pünktlich in Statford beginnt es wieder zu regnen. Wir fahren weiter bis New Plymouth für einen Lebensmitteleinkauf und dann nach Tongaporutu. Dort wollen wir auf einem schönen Stellplatz am Meer unsere Nacht verbringen.

Three Sisters 23.04.2026

Noch vor dem Frühstück wollen wir die Ebbe nutzen und durch das Watt zu der Felsformation „Three Sisters“ laufen. Bereits nach den ersten Metern im kalten Watt stehen wir bis über die Knöchel im kalten Schlamm. Wir laufen an der Flussmündung bis zum Meer und stehen dann vor den Felsen. Die Aussicht ist toll und die Sonne wärmt den schwarzen Sand unter unseren Füßen. Im Hintergrund können wir bereits Mt. Taranaki- den einsamen Berg durch die Wolken blitzen sehen. Fans von „Der Hobbit“ erkennen darin den Erebor – Heimat der Zwerge.

Mit eiskalten und komplett matschigen Füßen kommen wir am Camper an und machen uns erstmal sauber, bevor es Frühstück gibt. Nach einem kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt auf die Felsen und einer Begegnung mit einem kontaktfreudigem Schaf, fahren wir zurück nach New Plymouth.

Von dort aus fahren wir zum Besucherzentrum des Mt. Taranaki, welches leider geschlossen hat. Der Berg ist hinter Wolken verborgen und so gehen wir am Fuße des Berges eine kleine Runde durch den Wald spazieren.

Die Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz am Fuß des Berges.

Mount Taranaki 24.04.2026

6:00 Uhr klingelt unser Wecker und wir quälen uns im eiskalten Camper in unsere genauso kalten Wandersachen. Dann stärken wir uns und fahren zum Parkplatz, von dem aus alle Wanderungen starten. Unser Ziel soll heute der Gipfel sein. Die erste halbe Strecke führt auf einer sehr steilen Schotterstraße zu einem Funkturm und dann zu einer Wanderhütte. Bereits von hier ist die Aussicht atemberaubend.

Wie befürchtet ist die Schneekante tiefer als uns lieb ist. Bereits einige Meter unterhalb der Hütte laufen wir durch den ersten Schnee. Ab der Hütte wird der Weg steiniger und alpines Gelände beginnt. Ab hier sollten nur noch erfahrene Bergsteiger weiter gehen. Ein paar Meter kommen wir noch, bis wir auf Eisplatten stoßen. An dieser Stelle endet für uns die Gipfelbesteigung, denn für winterliche Bedingungen sind wir nicht ausgerüstet.

Wie kehren um und gehen über den Makatawa Track zurück zum Parkplatz. Der Weg zurück führt über Steine und Wurzeln durch einen schönen Wald. Etwas frustriert, da wir den Gipfel nicht erreichen konnten, kommen wir wieder unten an. Später erfahren wir von einer anderen Wanderin, dass dieser Gipfel der tödlichste Berg in Neuseeland ist und hier immer wieder Menschen sterben.
Mit dem Auto fahren wir an eine andere Stelle des Berges und machen eine lange Mittagspause. Gegen 15:30 Uhr starten wir eine weitere Wanderung. Dieses Mal ist unser Ziel der Pouakai Tarns- ein See, in dem sich der Mt. Taranaki spiegelt. Der Weg führt über Treppen etwa 780 Höhenmeter nach oben. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir den See mit einer fast perfekten Spiegelung.

Wir verweilen am See bis die Sonne untergegangen ist und unterhalten uns mit einer anderen deutschen Wanderin. Mit unseren Stirnlampen bewaffnet steigen wir im Dunklen wieder ab. Die Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz.

Fahrtag 26.04.2026

Nach einer weiteren kalten Nacht scheint die Sonne am Morgen auf unseren Camper und wärmt uns ein wenig auf. Mittlerweile schlafen wir mit dicken Pullovern über den Schlafanzügen, 3 Decken und der warmen Wärmflasche. Damit ist es auch nachts kuschelig warm unter der Decke. Mit einem kleinen Umweg für ein paar Fotos machen wir uns auf den Weg.

Wir fahren über 260km bis zu unserem Stellplatz, der völlig abgelegen mitten im Nichts liegt.

Tongariro Nationalpark 26.04.2026

Heute starten wir einen zweiten Versuch im Tongariro Nationalpark wandern zu gehen. Das Wetter ist besser gemeldet als beim letzten Mal und so fahren wir am Morgen etwa eine Stunde zum Whakapapa Village. Von hier aus startet unsere Wanderung über den Taranaki Wasserfall zum Upper Tama See. Während wir Strecke machen und einige andere Wanderer überholen lichtet sich der anfangs bewölkte Himmel. Spätestens am Lower Tama See sind die Wolken fast vollständig verschwunden und wir haben nicht nur eine gute Sicht auf den blauen Vulkansee, sondern auch auf die umliegenden Gipfel. Mount Ruapehu und Mt. Ngauruhoe liegen in voller Pracht vor uns. Letzterer ist auch aus Mittelerde bekannt. Er ist der Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“. Nach einem letzten steilen Anstieg über Geröll können wir auf der einen Seite Upper Tama Lake und auf der anderen Seite Lower Tama Lake sehen.

Mit dieser Aussicht genießen wir unser Mittag. Dann steigen wir wieder ab und gehen unsere Runde vorbei am Taranaki Wasserfall zurück zum Camper.

Nach 18,5km sind wir zurück und fahren weiter. Da wir morgen einer Tour durch die Welt der Hobbits gebucht haben, müssen wir noch etwas Strecke zurück legen. Die Nacht verbringen wir an einem Fluss in der Nähe von Cambridge.

One response

  1. Wieder herrliche Bilder, die sicher kaum die Realität einfangen und trotzdem beeindruckend sind. Bei dem Schaf ist mir klar warum es zu Paul kam. Gleiche Frisur, ist doch klar.

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