Wasserfälle und traumhafte Aussichten 04.05.2026
Nach einem gemütlichen Frühstück mit Blick aufs Meer starten wir den Tag mit einem Spaziergang zu einem Leuchtturm. Der Weg führt uns erst über grüne Wiesen, die so saftig aussehen, dass wir beide gern ein Schaf wären. Dann geht’s steile Treppen zum Strand und dann auf eine kleine Halbinsel. Zum Glück ist die Flut vorbei und wir kommen trockenen Fußes auf die andere Seite. Dort geht es dann in einem kleinen Wald steil wieder nach oben. Am Leuchtturm angekommen, wartet eine wunderschöne Aussicht auf uns.




Dann ging unsere Fahrt weiter in die Bay of Islands nach Paihia. Dort schlendern wir durch den Ort und fahren dann zum Haruru Wasserfall.


In Kerikeri schauen wir uns noch zwei weitere Wasserfälle an- Rainbow Falls und Secret Falls.



Mittlerweile wird es schon recht früh dunkel, sodass wir uns halb sechs auf den Weg zum Stellplatz machen. In Totara North verbringen wir die Nacht auf einer großen Wiese.
Cape Reinga 05.05.2026
Heute brechen wir auf zum nördlichsten Punkt Neuseelands- Cape Reinga. Die Strecke ist weit und eintönig. Wir fahren kilometerlang auf kurvigen Straßen durch Buschland und vorbei an Weiden mit Schafen und Kühen. Die wenigen Orte bestehen aus höchstens zehn kleinen Häusern und hin und wieder kommen wir an Farmhäusern vorbei. Dann erreichen wir ihn- den Leuchtturm, der das Ende Neuseelands markiert. Was für ein unbeschreibliches Gefühl- so viele Wochen sind wir durch dieses wunderschöne Land gereist und haben dabei so viel gesehen und erlebt. Jetzt stehen wir hier am anderen Ende der Welt und sind 18.000km entfernt von zu Hause.





Auf dem Weg zurück halten wir noch an der großen Sanddüne von Te Paki an. Die etwa 150m hohe Düne grenzt direkt ans Meer. Paul leiht uns ein Sandsurfbrett aus und wir stapfen die Düne hoch. Mit jedem Schritt nach oben rutschen wir im Sand einen halben Schritt wieder runter. Ziemlich angestrengt erreichen wir die höchste Düne und rutschen bäuchlings wieder nach unten. Der Spaß ist groß, aber das wieder nach oben kommen sehr anstrengend. Wir versuchen auch im Stehen kleinere Hügel nach unten zu surfen, das klappt mal mehr und mal weniger gut.







Für die letzte Fahrt nach unten entscheiden wir uns im Sitzen hintereinander zu fahren, denn keiner von uns beiden möchte zu Fuß die steile Düne nah unten laufen. Unser Vorhaben klappt bis wir lenken müssen. Unsere Fahrt endet also mit Sand in jeder Körperöffnung, aber einem dicken Grinsen im Gesicht. Für die letzte Düne entscheiden wir uns bäuchlings übereinander zu liegen. Das klappt ohne Probleme und macht eine Menge Spaß.


Für die Idee bekommen wir unten dann sogar Applaus. Zurück am Camper müssen wir uns erstmal abkehren und Gesicht waschen. Selbst beim Nase putzen kommt noch Sand zum Vorschein. Und ja auch in den Ohren findet sich eine Menge Sand, genauso wie in Lisas BH und in beiden Hosentaschen. Unseren Stellplatz finden wir im Dunklen am Tokerau Strand.

Abkürzungen und gesperrte Wälder 06.05.2026

Wir starten den Morgen mit Blick aufs Meer und fahren dann eine weite Strecke nach Waipoua. Dort wollen wir einen Kauri Wald besuchen und den höchsten Baum Neuseelands bestaunen. Auf dem Weg dahin halten wir in Kaikohe an um Wäsche zu waschen, denn mittlerweile gehen uns die Socken aus. Von dort aus beschließen wir eine kleine Abkürzung zu nehmen. Das Schild „nicht empfohlen für Touristen“ am Straßenrand schreckt uns nicht ab, weiterzufahren. Nur kurze Zeit nach dem Schild beginnt eine Gravelroad- also eine Schotterstrecke mit mal mehr mal weniger tiefen Schlaglöchern. Wir fahren 50km auf dieser einsamen Gravelroad und überqueren einige Single-lane Brücken. Wir begegnen vielen Schafen, aber keiner Menschenseele und auch die Häuser am Straßenrand kann man an einer Hand abzählen. Dafür haben wir einige tolle Aussichten auf grüne Hügel.


Nach langer Fahrzeit erreichen wir Waipoua und müssen leider feststellen, dass das Besucherzentrum wohl schon länger geschlossen ist und auch alle Wanderwege gesperrt sind. Kauri Bäume sind in Neuseeland bedroht durch einen Pilz, der zu Wurzelfäule sorgt. Hauptüberträger sind Menschen, denn die Pilze heften sich an Wanderschuhe und werden so verbreitet. Vorm Betreten eines Kauri Waldes gibt es deswegen Reinigungsstationen, an denen man sich die Schuhe gründlichen reinigen und desinfizieren muss.

Den Kauri Wald in Waipoua darf man allerdings aktuell gar nicht betreten und so müssen wir weiter fahren. Die Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz vor den Waipu Höhlen, die wir morgen betreten wollen.
Waipu Höhle 07.05.2026
Nach dem Frühstück gehen wir mit unseren Stirnlampen zum Höhleneingang. Die Höhle kann an dieser Stelle kostenlos betreten werden.


Wir bewundern eine große Höhle mit vielen Tropfsteinen und können sogar ein paar wenige Glühwürmchen sehen. Durch die Höhle führt ein unterirdischer Bach und da wir keine nassen Füße riskieren wollen, wagen wir uns nicht so weit vor. Im Wasser können wir sogar einen Aal entdecken.



Wir machen uns nach der kleinen Höhlenerkundung wieder auf den Weg und fahren nach Port Albert. Eigentlich wollen wir dort unseren letzten Tag verbringen und auch schlafen, aber der Stellplatz ist nicht so schön und so entscheiden wir uns doch weiter zu fahren. Auf dem Weg waschen wir noch den Camper, der durch die Gravelroad nicht nur von außen eine dicke Staubschicht bekommen hat. Letzlich landen wir am Gulf Harbour in Whangaparãoa. Wir chillen mit Blick aufs Meer im Camper und machen noch einen Spaziergang am Hafen entlang.


Tschüss Camper- Hallo Auckland 08.05.2026
Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Gefährt und gleichzeitig auch alle Schränke wieder leer räumen. Wir haben noch keine Ahnung wie all unser Zeug wieder in die Rucksäcke passen soll und gleichzeitig können wir es kaum erwarten endlich wieder in einem richtigen Bett zu schlafen und mit ordentlichem Wasserdruck zu duschen. Mit Wehmut und Vorfreude auf den nächsten Schritt unserer Reise packen wir am Morgen unsere Sachen und veranstalten ein großes Chaos im Camper.

Am Ende bekommen wir alles verstaut. Wir kehren nochmal durch und leeren den Abwassertank sowie die Toilette. Dann füllen wir die Gasflaschen nach und tanken nochmal voll. Wir fahren nach Auckland und bringen unser Gepäck in unser kleines Appartement für die nächsten Tage. Dann fahren wir Richtung Flughafen und geben unseren Camper wieder ab. Der Rückweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich aufgrund eines dicken Staues ziemlich langwierig. Statt der geplanten Stunde sind wir am Ende über 2 Stunden unterwegs für die Strecke, die wir im Camper zuvor in 30min zurück gelegt haben. Wir kommen also erst am Abend wieder im Stadtzentrum an und verbringen den Abend gemütlich im Apartment.
Für eine letzte Postkarte aus Neuseeland dürft ihr erraten, wieviel Diesel wir in den letzen 3 Monaten gesamt verfahren haben. Kleiner Tipp: Auf der Nordinsel haben wir deutlich mehr Kilometer zurückgelegt, als auf der Südinsel.
5 Responses
Moin. Ich sage ihr habt 1.111 Liter Diesel verfahren.
Liebe Grüße und so 🙃
Bis bald
Erstmal Grüße aus dem wunderschönen Erzgebirge. Ich tippe auf 1.632 Liter. Hans
Ich denke es sind 935 Liter.
Liebe Grüße und morgen guten Flug nach Fidschi.
Glückwunsch!
Wir haben 862l Diesel verfahren.
712 Liter tipp ich. Ihr Sparfüchse 😁. Grüße Mike