Fahrt nach Sigiriya 11.06.2026
Weiter geht’s von Kandy nach Sigiriya. Wir laufen schwer bepackt etwa einen Kilometer zu der Bushaltestelle, die uns beschrieben wurde. Leider fährt der Direktbus nach Sigiriya um neun heute nicht. Also hören wir uns nach einem Bus nach Dambulla um. Wir bekommen direkt ein Angebot für einen klimatisierten Bus. In diesem gibt es aber keinen Gepäckbereich und wir müssten auch für die großen Rucksäcke ein Ticket bezahlen (obwohl der Bus quasi leer war). Diese vier mal 950 Rupien sind uns zu teuer und wir nehmen einen normalen Bus. Der kostet uns gerade mal 570 Rupien. In Dambulla steigen wir in den Bus nach Sigiriya um und sind zum Mittag in unserer Unterkunft angelangt. Wir essen direkt hier noch etwas, bevor wir uns ins Zimmer zurückziehen. Während es regnet, verchillen wir die Zeit. Nachmittags spazieren wir dann noch etwas durch die Gegend: durch das Örtchen, am Lions Rock vorbei (Eintritt ist uns mit ca. 30USD p.P. aber zu teuer) und dann auf einen kleinen Hügel mit guter Aussicht in die Umgebung. Dabei beobachten wir immer wieder kleine süße Äffchen, die hier überall leben.


Auf dem Hügel könnte man theoretisch den Sonnenuntergang genießen, aber es ist stark bewölkt und tröpfelt zwischendurch immer mal wieder.



Auf dem Rückweg gehen wir noch lecker Sri-Lankisch essen und planen dann den nächsten Tag mit unserem Vermieter.

Freizeitstress 12.06.2026
Laut Plan klingelt der Wecker schon 4:20 Uhr. Dreiviertel fünf werden wir mit dem Tuktuk abgeholt, denn zum Sonnenaufgang wollen wir auf dem Pidurangala Rock sein. Dieser hohe Felsen/ Berg ist direkt neben dem berühmten Lions Rock, kostet aber nur einen Bruchteil des Eintritts. Das hat sich scheinbar rumgesprochen: der Aufstieg ist an den Stellen mit Anstehen verbunden, an denen man mal kurz die Hände aus den Taschen nehmen muss (einige Leute stellen sich aber auch ganz schön an). Oben angekommen zieht es kräftig und wir sind froh, dass wir die Regenjacken mitgenommen haben. Der Ausblick ist das nervige Schlangestehen aber wert, nur die Wolken vermiesen uns einen schönen Sonnenaufgang.




Den Rückweg zum Frühstück gehen wir zu Fuß. Das ist jetzt wieder sicher, da es hell genug ist. Ansonsten kann man hier auch wilden Elefanten begegnen, was von den Einheimischen als sehr gefährlich dargestellt wird. Wir sind zumindest auf Nummer sicher gegangen und haben im Dunkeln noch das Tuktuk genommen.


Nach dem Frühstück haben wir eine Tour in einem Kräutergarten. Hier erfahren wir einiges über die traditionelle Ayurveda – Medizin in Sri Lanka. Der Guide erklärt uns die verschiedenen Pflanzen und wie sie verarbeitet werden. Zwischendurch bekommen wir eine kurze Massage und zum Schluss kann man im Shop natürlich noch einige der handproduzierten Medizin und Mittel kaufen. Danach gibt es Mittag und anschließend geht es 13:00 Uhr los zu unserer dritten Safari, diesmal in den Minneriya Nationalpark. Auch dieser ist für Elefanten bekannt, vor allem für große Herden, die hier regelmäßig durchziehen. Bei der Einfahrt meint Paul, er möchte heute 100 Elefanten sehen. Der Beginn läuft dafür eher schleppend, denn wir fahren lange durch dichten Wald und als wir an die Stelle kommen, wo der Fahrer am Vortag fast 150 Dickhäuter gesehen hat, ist heute kein einziger. In der Ferne sehen wir eine Herde, doch um dahin zu kommen müssen wir durch einen Fluss. Unsere Guides checken die Lage und entscheiden sich dann, durch den Fluss hindurch zu fahren.


Leider eine Fehleinschätzung, denn wir bleiben stecken. Mit den Hinterrädern im Fluss und den Vorderrädern im Matsch müssen wir auf Hilfe warten. Ein anderer Jeep mit Seilwinde zieht uns schließlich heraus. Die Mühe lohnt sich und die erste Herde heute hat 40 Rüsseltiere. Darunter viele süße Babyelefanten und auch ein Tusker. Wir stehen eine Weile mit anderen Jeeps herum und beobachten die majestätischen Elefanten, wie sie Gras fressen und umher laufen.






Später sehen wir noch zwei weitere Herden und beobachten auch diese. Zwischendurch gibt es auch Goldschakale, Ibise, Adler, Affen und Pfaue zu sehen. Wir entdecken auch wieder einen Rotkappenkiebitz und grüne Bienenfresser. Am Ende der über dreistündigen Safari haben wir 84 Elefanten gesehen. Das sind zwar nicht ganz so viele wie erhofft, aber es hat großen Spaß gemacht, sie zu beobachten und den wilden Tieren so nahe zu kommen.







Den Abend lassen wir im gleichen Restaurant von gestern Abend mit leckerem Curry ausklingen.
Dambulla 13.06.2026
Heute geht es zurück nach Dambulla, wo wir auf dem Weg nach Sigiriya umgestiegen sind. Die Busfahrt klappt super, obwohl es echt voll ist. In Dambulla angekommen, können wir noch vor dem Mittag Quartier beziehen, denn wir sind wieder einmal die einzigen Gäste. Der Hotelwirt gibt uns sogar ein größeres Zimmer, da ja eh alles frei ist.
Nach dem Mittag besuchen wir die zwei einzigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Den Cave Rock Temple und den Golden Temple. Der erste ist oben in einen Berg gebaut und der Austieg geht über viele Treppen. Die höhlenartigen Tempelräume sind schön bemalt und mit vielen Buddhastatuen ausgestattet.







Beim Golden Temple schauen wir uns die große Statue an, für das Buddhismusmuseum fehlt uns die Motivation. Wir gehen noch ein wenig durch die Stadt, aber es gibt nichts schönes zu entdecken. Zum Abend sitzen wir gemütlich in einem anderen Hotel, dass auch wie ausgestorben ist. Wir sind mal wieder die einzigen Gäste, aber Essen und Getränke schmecken super.



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