Tag 68-73 Wandertage in den Alpen

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Kleine Blaue Pinguine 16.03.2026

Unser Tag beginnt mit einem Einkauf und dem waschen unserer Sachen. Bis wir fertig sind, ist es früher Nachmittag. Wir fahren zum Strand und chillen mit einer Decke im Sand. Am späten Nachmittag fahren wir dann erneut auf die Otago Halbinsel zum Taiaroa Head. Dort wo wir gestern Albatrosse gesehen haben, wollen wir heute Abend den kleinsten Pinguin der Welt sehen. Wir essen vorher Abendbrot und betreten 19:15 Uhr das Albatros Center. Dort lauschen wir 30min einem Vortag über die Pinguine und die Geschichte der Halbinsel- die ist in der Maori Geschichte wichtig. Dann gehen wir nach draußen zum Strand auf eine Aussichtsplattform. Wir müssen warten bis es ganz dunkel ist und dann kommt der erste Kleine Blaue Pinguin über den Strand gewatschelt. Insgesamt sehen wir 17 erwachsene Tiere und 1 Kücken.

Moeraki Boulders 17.03.2026

Heute verlassen wir Dunedin und die Region nach Norden. Zuerst halten wir aber nochmal an der steilsten Straße der Welt an- der Baldwin Street. Mit 35% Steigung ist die Straße tatsächlich unglaublich steil.

Dann fahren wir ein gutes Stück weiter, bis wir nach Moeraki kommen. Dort gehen wir zum Strand und bestaunen die kugelrunden Steine am Strand und im Meer.

Am späten Nachmittag erreichen wir Oamaru. Wir fahren zu einem Aussichtspunkt und versuchen 1,5 Stunden lang Gelbaugenpinguine zu sehen. Diese gehören zu den seltensten Pinguinen der Welt und der Zeitpunkt- die Tiere befinden sich gerade in der Mauser, in der sie ihre Nester nicht verlassen- ist ungünstig. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir keinen Pinguin gesehen haben, als wir wieder in den Camper steigen und 5min zu einem Stellplatz an der Steilküste fahren. Was wir allerdings zur Genüge am Strand sehen können, sind Seelöwen. Etwa 20 Tiere chillen an diesem Strandabschnitt.

Der Weg zu den Alpen 18.03.2026

6:30 Uhr klingelt unser Wecker. Wir wollen unbedingt nochmal versuchen Pinguine zu sehen. Da diese Tiere beim ersten Licht des Tages ihre Nester verlassen, müssen wir früh aufstehen. Wir fahren zum Aussichtspunkt von gestern und schauen im Halbdunkel auf den Strand. Langsam färbt sich der Himmel lila und dann kommen tatsächlich Gelbaugenpinguine über den Strand gewatschelt. Insgesamt 3 Pinguine können wir an diesem Morgen zum Meer watscheln sehen- unglaublich.

Unsere Beweisfotos sind sehr verschwommen, denn zum einen standen wir weit entfernt und zum anderen war es für die Kamera etwas zu dunkel.

Nach diesem Erfolg frühstücken wir und schauen und dann noch Oamaru an.

Kurz hinter Oamaru biegen wir Richtung Westen ab. Die nächsten Tage wollen wir wieder in den Alpen wandern gehen. Die Landschaft wird zunehmend karger. Es gibt kaum Bäume, das Gras ist vertrocknet und kilometerweit sehen wir keine Häuser.

Spontan folgen wir einem Schild und fahren auf einer Gravelroad (Schotterstraße) zu den Clay Cliffs. Dort schauen wir uns um und fahren dann nach Twizel.

In Twizel essen wir noch ein Eis und fahren danach an den See Pukaki auf unseren Stellplatz. Von hier aus haben wir einen tollen Blick über den blauen See Richtung der Alpen und den höchsten Gipfel- Mount Cook.

Wanderung zur Müller Hütte 19.03.2026

7:00 Uhr klingelt unser Wecker und nach einem ordentlichen Frühstück brechen wir auf. Wir fahren am See Pukaki entlang zum Mt. Cook. Die Straße endet in einer kleinen Ansammlung aus Hotels und einem Besucherzentrum. Wir parken unseren Camper und laufen los. Die Wolken hängen tief und man kann noch keine Gipfel sehen. 3km gehen wir im Tal entlang, bevor der Anstieg beginnt. Die nächsten 3km haben es mit 1000 Höhenmetern ganz schön in sich. 2200 Treppenstufen führen zu einem Aussichtspunkt in der Hälfte. Mittlerweile haben sich die Wolken verzogen und die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Die zweite Hälfte des Anstiegs ist unwegsames Gelände. Wir steigen über Felsen und suchen nach dem besten Weg. Dieser ist nicht ganz eindeutig, sondern aller paar Meter von einem Stab markiert.

Nach insgesamt 1196 Höhenmetern und 6,5 km Strecke erreichen wir den kleinen Gipfel oberhalb der Müller Hütte. Der Ausblick ist atemberaubend. Wir können Mt. Cook und den Müller Gletscher sehen. Auf der anderen Seite können wir in das Tal bis zum Pukakisee schauen.

Der Abstieg ist mindestens genauso anstrengend wie der Aufstieg und als wir unten ankommen sind wir ganz schön fertig. Morgen werden wir bestimmt Muskelkater haben. Am späten Abend können wir bei wolkenfreiem Himmel unglaublich viele Sterne sehen. Diese Region hier ist ein Dark Sky Reserve. Hier gibt es so wenig Umgebungslicht, das man einen der schönsten Sternenhimmel überhaupt sehen kann.

Wanderung zum Tasman Gletscher 20.03.2026

Heute wollen wir eine weitere Wanderung in der Mt. Cook Region unternehmen. Da es nur einen- leider weit im Voraus ausgebuchten- Campingplatz am Ende des Tals gibt, müssen wir am Morgen wieder den ganzen See entlang fahren. Im leichten Nieselregen starten wir eine Tour zur Ball Hütte. Am Parkplatz können wir zum ersten Mal Keas- die Bergpapageien von Neuseeland- sehen. Diese Vögel sind sehr schlau und haben eine große Vorliebe Autos und Camper zu erkunden. Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass die Keas auch an unserem Camper geknabbert haben. Zwei Dichtungen haben deutliche Bissspuren.

Nach der Hälfte der Strecke erreichen wir den Aussichtspunkt auf den Tasman Gletscher.

Die Hälfte des Hinwegs ist geschafft, aber dann endet der Weg. Eine große Abbruchkante befindet sich dort, wo eigentlich unser Weg sein sollte. Etwas frustriert gehen wir wieder zurück.

Da wir nun unerwartet mehr Zeit haben, gehen wir ein Stück des Hooker Valley Tracks. Leider werden 2 der 3 Hängebrücken renoviert und so können wir nicht den gesamten Weg gehen. Dieser Weg ist der bekannteste im ganzen Tal, somit sind viele Menschen mit uns unterwegs.

Ruhetag am Ohau- See 21.03.2026

Wir schlafen aus und kehren mal wieder den Camper durch. Dann gehen wir in Twizel einkaufen. Am frühen Nachmittag fahren wir dann an den Ohau- See. Wieder einmal wird aus einer ordentlichen Straße eine Schotterstraße und etwa auf halber Seehöhe bleiben wir stehen. Hier werden wir die Nacht direkt am See verbringen. Den Nachmittag und Abend verchillen wir in der Hängematte am See.

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